Geschweißte Edelstahlrohe für Hinkley Point C

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BUTTING lieferte das Kernkraftwerk Hinkley Point C geschweißte Edelstahlrohre des Werkstoffs 1.4404 und Rohre aus Superduplex. Foto: BUTTING Gruppe GmbH & Co. KG
BUTTING lieferte das Kernkraftwerk Hinkley Point C geschweißte Edelstahlrohre des Werkstoffs 1.4404 und Rohre aus Superduplex. Foto: BUTTING Gruppe GmbH & Co. KG

Mit dem „Green Deal“ will die EU-Kommission, dass bis 2050 keine Treibhausgase mehr ausgestoßen werden. Unter bestimmten Bedingungen sollen Investitionen in Gas- und Atomkraftwerke demnach als klimafreundlich eingestuft werden.

Auch das Kernkraftwerk Hinkley Point C fällt unter diesen Deal: Das im britischen Somerset im Bau befindliche Werk soll ab 2026 sechs Millionen britische Haushalte beliefern. Mit einem Areal von 1,74 Quadratkilometern und 27 Milliarden Euro Baukosten zählt es zu den größten und teuersten Atomkraftwerken Europas. Finanziert wird die hochmoderne Anlage von Staatskonzernen aus Frankreich und China. BUTTING ist mit geschweißten Edelstahlrohren am Projekt beteiligt. Der RCC-M Code, die französische Richtlinie für die Konstruktion von Komponenten für Druckwasserreaktoren, dient als vertragliche Grundlage für sämtliche Herstellungsanforderungen.

Über 200 Tonnen geschweißte Edelstahlrohre des Werkstoffs 1.4404 wurden insgesamt im Knesebecker Stammwerk in den Abmessungen 273,0 x 4,19 bis 813,0 x 12,7 mm gefertigt. Darüber hinaus wurde BUTTING beauftragt, erstmalig Rohre aus Superduplex nach RCC-M zu fertigen. „Der Kunde hat aufgrund der Sicherheitsrelevanz hohe Anforderungen an Herstellung, Dokumentation und Unterweisung unserer Mitarbeiter gestellt“, berichtet Christian Schenk, Head of Sales Stainless steel welded pipes. Diesen besonderen Herausforderungen konnte BUTTING „auf höchstem Niveau begegnen“.

Das Thema Klimaschutz spaltet Europa. Frankreich setzt auf CO₂-arme Atomkraft. Andere Nationen wie Dänemark planen, hundert Prozent ihres Energiebedarfs durch erneuerbare Energien wie Windkraft zu decken. In Polen ist Kohle noch Energielieferant Nummer Eins. „Wenngleich sich die Länder über die höheren europäischen Klimaziele einig sind, begeben sie sich auf unterschiedliche Wege“, erklärt BUTTING. Welcher Weg letztendlich als grün eingestuft werde, sei aktuell noch fraglich.

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